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Ausbildungsträger

| Bild: DGUV |

Für die Ausbildung von Fachkräften für Arbeitssicherheit sind die Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaften und Unfallkassen) zuständig.
Die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand (Unfallkassen) haben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) als ihrem Spitzenverband diese Aufgabe übertragen.

Ausführende Stelle

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Die Ausbildung wird von der Projektgruppe Fachkräfte für Arbeitssicherheit bei systemkonzept in Köln durchgeführt. systemkonzept hat den Fernlehrgang, begleitet durch den Beirat, entwickelt und aktualisiert ihn fortlaufend.

 

Qualifikationsanforderungen

Bei der Entscheidung, wer zur Fachkraft für Arbeitssicherheit ausgebildet werden soll, sind sowohl formale Eingangsvoraussetzungen als auch weitere Anforderungen an die Qualifikation zu beachten.

 

Formale Eingangsvoraussetzungen

Vorgesehen ist eine berufliche Qualifikation als Ingenieur, Techniker oder Meister, in Einzelfällen gelten mit Zustimmung des zuständigen Unfallversicherungsträgers und der jeweiligen staatlichen Behörden für Arbeitsschutz auch Qualifikationen in nichttechnischen Berufen.

Die Unfallversicherungsträger verlangen darüber hinaus eine mindestens zweijährige praktische Tätigkeit. Diese berufliche Erfahrung soll vorbereiten auf die verantwortungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit einer Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Aufgrund der hohen Anforderung an ein analytisches Denken sowie der Vielfalt der Wissensgebiete empfehlen die Unfallversicherungsträger, Ingenieure oder Personen mit ähnlich hoher Qualifikation als Fachkraft zu bestellen.

Die Entscheidung, welche berufliche Qualifikation im konkreten Fall als Eingangsqualifikation erforderlich ist, muss in Abhängigkeit von den jeweiligen betrieblichen Erfordernissen getroffen werden. Zu berücksichtigen sind dabei Eigenart und Schwierigkeiten der Aufgabe wie insbesondere das im Betrieb vorhandene Gefährdungspotenzial, strukturelle organisatorische Voraussetzungen, Anteil und Schwierigkeitsgrad von planerischen Aufgaben, Gesamtzahl und Qualifikation aller bestellten Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Aufgaben im betrieblichen Arbeitsschutzmanagement und anderes mehr.

 

Weitere Anforderungen an die Qualifikation

Um ihre Aufgaben zu beherrschen, muss eine Fachkraft für Arbeitssicherheit über qualifizierte Fach- und Methodenkenntnisse verfügen, Fähigkeiten besitzen zur unvoreingenommenen Analyse und zum Denken in Alternativen, zum systematischen Denken und Arbeiten.

Ebenso sind soziale Kompetenzen wie Durchsetzungsvermögen, Kontaktfähigkeit, Taktgefühl erforderlich. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit soll den Arbeitgeber bzw. die verantwortliche Person (im Sinne von § 13 Abs. 1 ArbSchG) unterstützen, d.h. sie muss in vielen Fällen direkt mit ihm und den leitenden Führungskräften zusammenarbeiten. Sie muss weiterhin mit allen anderen Personen, die Verantwortung oder Aufgaben im Arbeitsschutz haben wie Vorgesetzte, Personalvertretung, Betriebsarzt und anderen Beauftragten, kooperieren. Die Aufgaben einer Fachkraft für Arbeitssicherheit verlangen daher ein hohes Maß an Eingangsqualifikation.

Es versteht sich von selbst, dass eine solche Rolle und Aufgabe nur von Personen wirkungsvoll ausgefüllt werden können, die ein Interesse an dieser Tätigkeit haben. Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit soll nicht gegen ihren Willen bestellt werden. Auch personenbezogene Kompetenzen sind erforderlich, die sich in Einstellungen, Wertehaltungen, Bedürfnissen und Motiven äußern.

 

Vorgehen bei der Auswahl

Wesentliches Erfolgskriterium für die Ausbildung, aber auch für das spätere Wirken der Fachkraft für Arbeitssicherheit im Betrieb, ist die Auswahl der Teilnehmer. An eine Fachkraft für Arbeitssicherheit werden hohe Anforderungen gestellt.

Bevor eine Entscheidung über Auswahl und Bestellung einer Person zur Fachkraft für Arbeitssicherheit erfolgt, ist sehr sorgfältig zu prüfen, ob die Person wirklich geeignet ist, die vorstehenden Anforderungen zu erfüllen.

Die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit setzt auf einer beruflichen Ausgangsqualifikation und einer berufspraktischen Tätigkeit auf. Empfehlenswert ist eine Ingenieur- oder vergleichbare Qualifikation. Darüber hinaus sind aber Lebenserfahrung, Persönlichkeit, soziale Kompetenz und Selbstkompetenz wesentliche Voraussetzung für ein erfolgreiches Durchlaufen der Ausbildung und Tätigwerden als Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Arbeitgeber bzw. die für den nach ArbSchG verantwortliche Person, Personalvertretung und Unfallversicherungsträger sollten gemeinsam im konkreten Fall die Qualifikationsanforderungen festlegen. Insbesondere die Unfallversicherungsträger verfügen hier über entsprechende Erfahrungen.

Der Arbeitgeber hat die Verpflichtung, bei der Auswahl die notwendige Sorgfalt walten zu lassen. Dies betrifft auch die Kriterien für die erforderliche Eingangsqualifikation.

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